Schmalspur-Bahn Gosau

Spurweite 1m mit Phönixschienen (Rillenschienen)

von Golling über Abtenau, Rußbach und Gosau nach Steg durch die Kronländer Salzburg (Herzogtum) und Österreich ob der Enns (Erzherzogtum Oberösterreich). 

Geplant von Ing.Rudolf Urbanitzky, festgehalten auf einer Specialkarte im Maßstabe 1:75000 mit der projectierten Trace, Längen - und Querprofile. 

(Genannte Specialkarte bisher leider noch nicht aufgefunden!)

Fuhrparkplanung: 2 Lokomotiven, 16 Motorwagen, 3 Beiwagen, 5 gedeckte Lastwagen und 10 offene Lastwagen (Waggons)..........Kosten: 4.600.000.-Gulden

Einnahmen: geschätzte Personen 384.000,-Gulden, Frachtgüter 41.250,-Gulden
Betriebskosten: 212.625,-Gulden, Amortisation: 20.625,-Gulden jährl.
Finanzierung über Stamm-Aktien.
Elektrisch betriebene Schmalspur-Lokomotiven, Stromerzeugung über Wasserkraft; Zuleitung über Oberleitung mit Masten, Retourleitung über Phönix-Schienen
Steigungsbewältigung: Wir gehen von der Basis aus: 100% = 45°, d.h.
Hallstättersee-Niveau: 510m; Klaushof-Niveau: 710m = 200 Höhenmeter
Länge der Gosauschlucht: 10km längs des Gosaubaches Aufstieg ins Gosautal mit 2% Steigung = 1° = 2% : 100% = 0,02 x 45° = 0,9°
2%=Steigung auf 100m Strecke von 2m, 10000m = 200m Höhe bei kontinuierlichem Anstieg
Doch gibt es steilere Trassierungen: Wachtbühel, Lange Werk, Eibeneck; hier wurden Steigungen bis 5 % eingeplant.

Das letzte Datum in den Protokollen: 9.Jänner 1913
Die weiteren Berechnungen für Straßenüber-und unterführungen, Graben-und Bachüberführungen und Brücken (z.B.: Elendbach Rußbach) waren nach Entnahme der Protokolle noch nicht fertig geplant und projektiert.
So wird wohl der Ausbruch des Ersten Weltkrieges dieses positive Bauvorhaben verhindert haben (von Steeg bis Golling - es wurde von allen Parteien freudigst begrüßt). Wobei die Nebenprojekte Hinterer Gosausee und die Zahnradbahn in die Gletscherregionen nicht so wünschenswert gewesen wären und Gott sei es gedankt, nicht realisiert werden konnten.

Ein Protokoll aus dem Jahre 1894 soll hier Beachtung finden.

Löbliche Gemeindevorstehung, Euer Wohlgeboren
Darin befindet sich am Anfang eine Beschreibung des Inneren Salzkammergutes mit seinen bemerkenswerten Naturschönheiten. Diese Naturschönheiten sollen dem Touristenstrome nahegebracht werden. Und zwar von Salzburg über Ischl auf der soeben fertiggestellten Schmalspurbahn und von Golling über Abtenau mit einer in Planung befindlichen Eisenbahn durch das Gosautal nach Steg. Die Verbindung von Steg nach Ischl schließt die Reichsbahn. Die Verbindung von Salzburg nach Golling ebenfalls die Reichsbahn - die Giselabahn. Diesen Herausforderungen hat sich der in der k.k. Statthalterei tätige Ing.Rudolf Urbanitzky in Linz zur Aufgabe gestellt und eingehende Studien über eine Bahn Steg - Gosau - Golling gepflogen, welche dem Touristenstrome einen Kranz herrlicher Hochgebirgsbilder im Vereine mit den bestehenden Eisenbahnen auf einem kurzen, im Kreise laufenden Wege darbieten soll. Die Hauptpunkte dieses Schienenweges sind Salzburg-Mondsee-Wolfgangsee-Ischl-Hallstatt(Flügelbahn)-Gosau(Flügelbahn Gosauschmied und Gosausee)-Abtenau-Golling-Salzburg in der Gesamtlänge von 153km. Das Ziel dieser Sommerwanderung der Fremden ist das Hochgebirge und wird der König der Norischen Alpen, mit ewigem Eise bedeckte Dachstein dem Weltverkehr erschlossen. Mit jedem km immer wechselnde und sich an Schönheit überbietende Bilder führt uns die Bahn in raschem Fluge in das Herz des Salzkammergutes. 
Dann die Beschreibung des Schienenweges im Protokoll ins Gosautal:
Nach den Details des Projektes soll die Adhäsionsbahn Hallstättersee-Golling in ähnlicher Weise wie die Touristenbahn Salzburg - Ischl mit der Spurweite von 1m mit der stärksten Steigung von 30 Promille (3% = 3m Steigung auf 100m) und dem kleinsten Krümmung-Halbmesser von 80m angelegt werden. Dieselbe schließt in der Station Steg der Salzkammergutbahn am Hallstättersee an die genannte Bahn an, übersetzt bei km 0,5 mittels einer 80m langen Brücke den Traunfluß, läuft bis zur Gosaumühle so ziemlich horizontal und beginnt dann längs des Gosaubaches mit 30 Promille Steigung den Aufstieg in das Gosautal, welcher Aufstieg sich in der gleichen Richtung bis km 6 circa 60m vor dem Gosau-Steg fortsetzt. Bei km 4 ist nächst dem berühmten Gosauzwang die gleichnamige Station Gosauzwang-Gosaumühle situiert, welche einen herrlichen Blick über den Hallstättersee gewährt und den Touristen den bequemsten Besuch des Rudolfsturmes und des Salzberges oberhalb Hallstatt auf dem sehr beliebten Hochwege der Solenleitung gestattet. Auch zweigt von der Station Gosauzwang-Gosaumühle der Bahnflügel nach Hallstatt ab, welcher längs des Hallstättersees läuft und in einer Länge von 2,5 km bis nach Hallstatt führt.
Ab km 6 beim Gosau-Steg, wo auch ein Schleppgeleise entstehen soll, zu dem Zwecke, hier Holzstämme laden zu können, ermäßigt sich die Steigung auf 22,8 Promille im weiteren Aufstieg bis km 9 bei Klaushof, woselbst auch eine Holzverlade-Rampe einzurichten kommt. Die Trace wendet sich nun mehr dem südlichen Talrande zu und verbleibt auf demselben, nächst dem Rande der ärarischen Wälder laufend, bis zur Station Gosau neben der Brandmühle bei km 12 sanft ansteigend 6,5 Promille (0,65% = 6,5m Steigung auf 100m). Im weiteren Verfolge des sich nach Süden wendenden Gosautales erreicht die Trace mit 24 Promille steigend nahe dem "Gosauschmied" die gleichnamige Station (Meereshöhe 820) bei km 16. Nunmehr beginnt der Aufstieg einerseits der Hauptlinie zum Paß Gschütt erfolgt mit 30 Promille am westlichen Talrande des Gosautales und erreicht mit der Haltestelle "Paß Gschütt" km 22,5 die höchste Erhebung mit der Meerescote 971m. 
Die bei der Station "Gosauschmied" abzweigende Nebenlinie steigt mit 30 Promille bis km 3 Station "Vorderer Gosausee", Meerescote 908m woselbst die Seilbahn auf die Zwieselalpe lang 1400m, Steighöhe 672m, situiert ist. Nunmehr beginnt der stärkste Aufstieg dieser ebenfalls als Adhäsionsbahn auszuführenden Nebenlinie längs des Vorderen Gosausees und bis zum Hinteren Gosausee km 8 mit 50 Promille, sodann läuft diese Nebenlinie so ziemlich horizontal längs des Hinteren Gosausees bis km 9 woselbst die "Dachsteingletscherbahn" anschließt. Diese Bergbahn soll ähnlich dem System der Pilatusbahn oder als Seilbahn ausgeführt, jedoch ebenso wie die Nebenlinie Gosauschmied-Hinterer Gosausee, wie die Bergbahn auf die Zwieselalpe und die übrigen Bahnlinien mit elektrischem Betriebe versehen werden, wozu die reichlich vorhandenen Wasserkräfte Gelegenheit geben.

Hier möchte ich aus einem Zeitungsausschnitt zusätzlich notieren: Gosau in Oberösterreich.
(Elektrische Bahn.) Dem Ingenieur Rudolf Urbanitzky in Linz wurde die Bewilligung zur Vornahme technischer Vorarbeiten für die nachbezeichneten, mit elektrischer Kraft zu betreibenden schmalspurigen Flügelbahnen der projectirten sogenannten Gosaubahn ertheilt, und zwar:
1. Von der Projectstation Gosau zu den Gosauseen mit einer Drahtseilbahn auf die Zwiselalpe und mit einer Zahnradbahn auf den Dachstein und
2. von der Projectstation Gosaumühle nach Hallstatt und zum dortigen ärarischen Salzsudwerke in der Lahn.)

Weiter im Protokoll aus dem Jahr 1894:
Der Abstieg der Hauptlinie von "Paß Gschütt" erfolgt an den Südabhängen der Schattau und des Bogenberges mit 26,4 Promille Gefälle bis zum Walchenbach. Bei km 28 dieser Gefällsstrecke ist die Station "Rußbach" situiert von km 29,5 bis km 33 Station "Zwieselbad" (Anschluß Annaberg), fällt die Trace mit 23 Promille. Von km 33 bis 36 steigt die Bahnlinie mit 30 Promille auf das Plateau von Abtenau hinauf und erreicht mit km 39 die Station "Abtenau" in nächster Nähe dieses Marktes, sodann fällt die Trace längs des Schwarzenbaches mit 30 Promille Gefälle bis zum Lammerfluße km 44,5 Haltestelle "Pichlwasserfall" und gelangt mit 20 Promille Gefälle zur Station "Lammer-Öfen" km 49,5 und erreicht in nahezu horizontalem Laufe (4 Promille Gefälle) dem Lammerfluße folgend, nach Passierung der Haltestelle "Scheffau" km 51,5 die Station "Golling" der Giselabahn km 56. Die Baukosten dieses auf moderner Höhe stehenden Projectes betragen per km rund 64000 Gulden. Specification:
1. Tracierung und Projectverfassung.................................1050 fl
2. Grunderwerb........................................................................1400 fl
3. Erd - und Felsarbeiten....................................................15000 fl
4. Durchlässe, Brücken und Kunstbauten........................6000 fl
5. Oberbau und elektrische Anlage................................20000 fl
6. Bahnhofsbauten und Hotels...........................................8000 fl
7. Betriebsmittel......................................................................8000 fl
8. Bauaufsicht..........................................................................1500 fl
9. Intercular Zinsen 5% des Barkapitals im Jahr für Bauzeit....3052 fl
Summe.....................................................................................64000 fl

Baukosten:
1. Adhäsionsbahn (Reibungsbetrieb) Steg - Golling = 56 km, Gosau-Schmied - Hinterer Gosausee = 8,5 km in Summe 64,5km x 64000fl beträgt  4.128.000 Gulden
2. Bergbahn Zwieselalpe                                                              350.000 Gulden
3. Bergbahn Dachstein                                                                   750.000 Gulden
Summe                                                                                           5.228.000 Gulden
somit rund                                                                                      5.230.000 Gulden
Einnahmen Personenverkehr:
1. Steg - Golling I.Klasse 40.000 Personen a 3 fl 50 kr                                      140.000 Gulden
                           II.Klasse 160.000 Personen a 2 fl 50 kr                                     400.000 Gulden
2. Gosauschmied - Hinterer Gosausee  I.Klasse 12.000 Personen  1 fl 50 kr     18.000 Gulden 
                                                                 II.Klasse  48.000 Personen  90 kr           43.200 Gulden
3. Bergbahn Zwieselalpe     50.000 Personen a 3 fl                                             150.000 Gulden
     Bergbahn Dachstein     35.000 Personen a 6 fl                                                210.000 Gulden

 Einnahmen Frachtverkehr:
1. 600 Waggons Schleifstein - und Marmorlagen, die 1/2 a 15 fl                          4.500 Gulden
2. 3000 Waggons Holz - und Schnittmateriale, wie vor die 1/2 a 24 fl               27.000 Gulden
3. 600 Waggons Einfuhr diverse, d.i. 300 Waggons a 24 fl                                    7.000 Gulden
4. Rein-Einnahme aus den Hotels, den Restaurationen, dem Sanatorium auf der Zwieselalpe,                                                                                              rund                                  25.000 Gulden
                                                                                    in Summe:                          1.024.900 Gulden

In Würdigung der Bedeutung dieser Bahnen für das Salzkammergut hat der Zentralausschuß des Verbandes der Kurorte und Sommerfrischen des Salzkammergutes ein Aktionscomite gewählt, welches sich mit der Frage der Unterstützung des vorliegenden Projectes zu befassen hat und welchem die Gefertigten anzuhören die Ehre haben.
Dieses Aktionscomite hat als nächsten Schritt, welcher behufs der Realisierung des vorliegenden Projects gemacht werden muß, die Ermöglichung zur Vornahme der Tracieruungsarbeiten angesehen. Diese Arbeiten erfordern aber, wie früher nachgewiesen wurde, einen bedeutenden Kostenaufwand und da erscheint es nur billig, wenn die am Zustandekommen der Bahn interessierten Kreise eingeladen werden, zu diesen Kosten nach besten Kräften beizutragen, auf daß dadurch bewirkt werde, daß das Project nicht im Entstehen an der finanziellen Frage scheitere.
Die Gefertigten beehren sich daher, an eine löbliche Gemeinde-Vorstehung (Euer Wohlgeboren) mit der Bitte heranzutreten, die Ausführung des vorliegenden Projectes durch Widmung eines Beitrages fördern und Ihre Willensäußerung zuversichtlich bis längstens 31.Juli dieses Jahres an Herrn Bürgermeister Franz Koch in Ischl bekanntgeben zu wollen
F.Kaltenbrunner, Bgm. von Gmunden
Karl Seeauer, Bgm. von Hallstatt
Franz Koch, Bgm. von Ischl
Josef Peer, Gem.Vorstand von Goisern
Theodor Hötzlsauer, Obmann der Kurkommission Aussee
Gottfried Tiefenbacher, Gem.Vorstand von Gosau

NB: Anstatt des oben angesetzten Datums 31.Juli l.Js. hat es richtig zu lauten: 15.August l.Js.
Präsentiert am 30.Juli 1894
Esch.Nr. 5192

Anmerkung des Vereins SEG: Gott sei es gedankt, daß diese Bahnen in das Hinterste Ende des so schönen Gosautales, und auf die Höhen der Gletscherregion, heutiger Stand der Adamek-Hütte, nie realisiert wurden. Die Schmalspurbahn durch das Gosautal hingegen wäre sehr attraktiv gewesen. Der ausufernde KFZ-Verkehr zum Gosausee wäre so leichter zu bewältigen gewesen.
Die Gäste hätten schon vor über 100 Jahren ein Bahnticket lösen müssen, warum also nicht endlich ein zahlungspflichtiges Parksystem einführen. 

Folgende Haltestellen

ausgehend von Golling

1. bei km 0-0,1     Personenhaltestelle "Golling-Bahnhof"
2. bei km 0,4 bis 0,7     Güter-u. Umladebahnhof "Golling-Markt"
3. bei km 1,6     Personenhaltestelle "Obergäu"
4. bei km 4,1 bis 4,3     Halte-u.Ladestelle "Scheffau"
5. bei km 8,7 bis 8,9     Personenhaltestelle "Lammeröfen"
6. km 9,8 bis 10,0     Personenhaltestelle "Lammeröfen Eingang"
7. km 13,9 bis 14,1     Halte-u.Ladestelle "Strub-Rigaus"
8. km 16,7 bis 16,8     Personenhaltestelle "Mühlrain"
9. km 18,7 bis 19,0     Station "Abtenau"
10. km 21,5 bis 21,7     Personenhaltestelle, allenfalls auch Ladestelle "Moosbühel"
11. km 23,2 bis 23,4     Station (allfällig Personenhaltestelle - Lindenthal) "Zwieselbad"
12. km 24,5 bis 24,7     Personenhaltestelle "Annaberg"
13. km 28,0 bis 28,3     Halte-u.Ladestelle "Seetratten"
13.1 km 30,8/9     Eisenbahnbrücke von 20m Spannweite über den Elendgraben
14. km 31,1 bis 31,3     Personenhaltestelle "Elendgraben"
15. km 32,9 bis 33,1     Station "Rußbach"
16. km 36,5 bis 36,7     Halte-u.Ladestelle "Paß Gschütt" Verladung von Holz und Kohle
17. km 41,0 bis 41,3     Station "Gosauschmied" (Hintergosau)
18. km 43,4 bis 43,7     Station "Gosau-Brandwirt"
19. km 47,0 bis 47,1     Personenhaltestelle "Klaushof"
20. km 53,4 bis 53,6     Halte-u.Ladestelle "Gosaumühle-Lokalbahn" (Gosaumühle-Hallstatt)
21. km 55,9 bis 56     Personenhaltestelle "Zentrale Steeg"
22. km 56,7 bis 57,1     Endstation "Steeg Lokalbahn"

Wobei in folgenden Abschnitten Verladestationen und Anschlüße für Flügelbahnen und Schleppgeleise geplant wurden.
1. 
2. km 41,0     Flügelbahnanschluß Haltestelle "Hintergosau-Gosauschmied"
3. km 41,7     Schleppgeleise (Pferde) für die Produkte der "Schleifsteinhauer"
4. km 45,5     Schleppgeleise Anschluß Prieltal (Holzernte in der Hinteren und Vorderen Alm)
5. km 49,8 bis 50,1 Ladestation "Gosausteg" (Holztransport Forstärar)
6. km 53,5 Flügelbahnanschluß nach "Hallstatt"                   

Diverses über die Haltestellen im Gosautal

Station: "Paß Gschütt"; bei km 36/37: Personenhaltestelle und Verladerampe für Bloch und Steinkohle aus dem Neualmtal, mit Lagerplätzen für Steinkohle und Holzstämmen.
Durch den Kohleabbau wurde von Urbanitzky auch an eine Dampflokomotive gedacht.

Station: "Hintergosau"; bei km 41,2 - 41,5: Personenhaltestelle, im Projekt aufgenommen eine Schleifsteinverladestelle (von der Schleifsteingenossenschaft aber abgelehnt, hingegen sollte eine Haltestelle an der Lokalität bei km 41,7 zum Verladen entstehen).
Antrag des Gosauschmied-Wirtes und des Bürgermeisters auf Umbenennung zu "Gosauschmied"

Station: "Mittertal" bei km 41,7 - 41,8: Das Ansuchen um eine Personenhaltestelle wird mit Rücksicht auf die Nähe des geplanten Bahnhofes "Gosauschmied" nicht stattgegeben. Realisiert wird nur eine Verladestation für die Wirtschaftsgenossenschaft "Schleifsteinhauer" mittels eines Schleppgeleises zu den Schleifsteinhütten.
Dem weiteren Wunsche, die Bahn unter teilweiser Benutzung des Uferschutzdammes des Gosaubaches zu führen, ist schon durch den derzeitigen Vorentwurf und dem Verlangen des Albert Urstöger, daß die Entfernung des Bahnkörpers von seinem Hause mindestens 1,5m betrage, durch die Zusage entsprochen.

Station "Vordergosau" bei km 43,4: Die beantragte Benennung des Bahnhofes in km 43,4 bis 43,7 mit "Gosau-Brandwirt" wird genehmigt und als Personenhaltestelle geführt. 
Eine Verladestation für die Steinermühle und eine Verladung der Holzstämme (Bloche am Holzlagerplatz nahe der Gattersäge Steinermühle; durch eine Holzriese vom Bibereck verbracht), wurden nicht behandelt!?

Station "Klaushof" bei km 45,5: Personenhaltestelle und Verladestation für die Holzbringung aus dem Prieltale.

Station "Gosausteg" bei km 49,8 wird eine Verladestation für Holzstämme geplant

Station "Gosaumühle" bei km 53,5: Personenhaltestelle, Verladestation für Holz und Salz mit mehreren Nebengeleisen; Geleiseanschluß für eine Flügelbahn nach Hallstatt




Gosauer Schmäh-Lied

zur Gosauer Eisenbahn

gedichtet: Grazn Hias, vertont: Soga Gust

1. Strophe
Mi druckt scho hiaz a longi Zeit wos damisch um mei Herz,
drum muaß i enk hoit do amoi jetzt kundtoa meinen Schmerz.
Do wird so moncher von enk sogn (des stell i ma scho via,
boid i enk hiaz mei Kronkheit sog), do tuats enk grod wia mia,
boid i enk hiaz mei Kronkheit sog, do tuats enk grod wia mia.
2. Strophe
Dö oite Frog: Won kimt den d'Bohn, de denk i scho zwoanzg Joah,
und d'Ontwort hoaßt gewöhnlich don, das ongfongt wird in Moa.
Und won da Moa vobei don is, don hoaßts in nexter Zeit,
do miaßt ma jo gonz damisch wern, bei mia feits eh scho weit,
do miaßt ma ...........................
3. Strophe
Oi zwoanzg Joh' tans es austrassiern, wos homa do davo,
bis dass es fünfmoi ausgsteckt hom, vogehn jo hunacht Joh'.
Do san ma neama auf da Welt, san ogfoan olle scho,
es Jenseits mit an Sonderzug, owa ohne Gosa-Boh.
es Jenseits ..............................
4. Strophe
Drum gib i hiaz mei Hoffnung auf und denk ma heit wia morgn,
am End is no en Konduktor seine Muatta nit geborn.
Und won de erst auf d'Welt kem muaß, do mengs no long schienir'n,
bis das ma i da Gosa aft an Koatenzwicka kriagn,
bis das ma ......................
5. Strophe
Des is mei gonze Kronkheit gwesn, de hot mi gmartacht gmua,
owa wei i mirs jetzt onas denk, ho i mei halig Ruah.
Den won ma do nit absteh kunnt, und glaubat mas no zlong,
so wiacht zon Schluß no s'Radl laufat, owa ohne Gosa-Bon,
so wiacht ......................
6. Strophe
Das mir vo Steg no Golling no so boid koan Onschluß kriagn,
dos denk i mir woi sicherlich und tuat mi nit onschmiern.
Und won ma oamoi oit wern tean, don is des Gonz' a Tram,
mia hom hoit insa Lebtog gwoat und doh (noh) den Zug vosamt,
mia hom .....................

Und das Sprüchlein: 
Bis das ma e da Gosa a Eisnbo kriagn,
miaß ma oiwei no d'Radlböck und d'Scheibtruh'n schmiern.

Starkstromanlagen

Österreich - Ungarn

Österreich  -  Gosau

Gosau in Oberösterreich, (Elektrische Bahn)
Dem Ingenieur Rudolf Urbanitzky in Linz wurde die Bewilligung zur Vornahme technischer Vorarbeiten für die nachbezeichneten, mit elektrischer Kraft zu betreibenden schmalspurigen Flügelbahnen der projectirten sogenannten Gosaubahn ertheilt, und zwar: 1. Von der Projectstation Gosau zu den Gosauseen mit einer Drahtseilbahn auf die Zwiselalpe und mit einer Zahnradbahn auf den Dachstein und 2. von der Projectstation Gosaumühle nach Hallstatt und zum dortigen ärarischen Salzsudwerke in der Lahn.

Ischl. (Neue Gebirgsbahn)

Die Tracirungsarbeiten auf der Bahnlinie Golling - Steg der sogenannten "Gosaubahn" sind nun vollends beendet und das Project ist behufs Vornahme der Tracenrevision dem Handelsministerium vorgelegt worden. Der Betrieb der Bahn ist mit Elektricität, erzeugt durch Wasserkraft, in Aussicht genommen, die Finanzirung derselben erscheint bereits gesichert.