UNWTO

(United Nations World Tourism Organization)
ähnlich wie WTO = World Trade Organization = Welthandel

Das Arbeitsprogramm der UNWTO verfolgt zwei miteinander verbundene strategische Ziele:

a) die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Tourismusangebots der Mitgliedstaaten. (unter anderem die Förderung von Qualität, Innovation und der Nutzung von Technologien, Erzielung von Reiseerleichterung, Unterstützung beim Marketing, Bereitstellung von Informationen und Statistiken zu nationalen und internationalen Tourismustrends, Marktvorausschau, Analyse des wirtschaftlichen Potenzials des Tourismus.)

b) die Sicherung von Nachhaltigkeit und Ethik, vor allem zu Armutslinderung und Umweltschutz, Klimawandel, Erhalt des kulturellen Erbes und der biologischen Vielfalt, volle Integration des Tourismus in die Wirtschaftsentwicklung von touristischen Regionen.

Hört sich alles wunderbar an, es passiert aber genau das Gegenteil. Der Arme bleibt arm, der Reiche wird noch reicher durch seine Spekulationen in den gefragten Destinationen.

Die UNWTO setzt sich für die Umsetzung des globalen Ethikkodexes für Tourismus ein, um den sozioökonomischen Beitrag des Tourismus zu erhöhen und mögliche negative Auswirkungen des Tourismus zu minimieren.


Die UNWTO hat ihren Sitz in Madrid, Spanien, und ist eine Spezialagentur der Vereinten Nationen.

Massenansturm in die Hot - Spots der Destinationen !


Es gibt genug Beispiele für die - ich darf sagen - Unvernunft der Menschen

Amsterdam: 2017 haben Amsterdam 18 Millionen Touristen besucht

Bei den Wahlen zum Stadtrat im März 2018 war "Overtourism" ein Wahlkampfthema. Ein besonderes Ärgernis sind "Partytouristen" (wie auch in Mallorca), die Lärm verursachen und ihren Müll hinterlassen. Der Stadtrat plant nun verschiedene Maßnahmen, damit sich der Fremdenverkehr nicht noch stärker zu Lasten der Einheimischen entwickelt. So wird unter anderem die ursprünglich geplante Erweiterung des Hafens für die Kreuzfahrtschiffe noch einmal überdacht. Eine städtische Volksinitiative erhielt die nötigen 25000 Unterschriften für eine Änderung im Tourismusmanagement. Das Stadtparlament muss sich nun mit einigen Forderungen des Volkes befassen. Darunter: die Zahl touristischer Übernachtungen von 20 Millionen auf 12 Millionen begrenzen, das Vermieten von Sozialwohnungen via Airbnb (Airbed and breakfast) verboten wird und ebenso die Neueröffnungen von Hotels. Außerdem soll die Touristensteuer stark erhöht und das "Rotlichtviertel" neu gestaltet werden, sowie Drogen nicht länger in Coffeeshops an Touristen verkauft werden können.

Barcelona: Die Zahl der Touristen hat in dieser Stadt ein kritisches Ausmaß erreicht.

Im Sommer 2017 haben Nachbarschaftsverbände am populären Stadtstrand "Barceloneta" eine Demonstration gegen "Touristifizierung" organisiert und damit ein großes Medienecho bewirkt. Die Oberbürgermeisterin Ada Colau hat die Parole ausgegeben: 

Die Stadt Barcelona den Bürgern zurückgeben!

Dies bedeute konkret: Mieten müssen erträglich sein (kein Airbnb), Touristenmassen dürfen nicht den Alltag einzelner Stadtviertel dominieren, etc.

So könnte man hier endlose Listen anführen, in welchen Städten sich die fremden Massen durch die Strassen wälzen.

Berlin, Dubrovnik, Hallstatt, Mallorca, Venedig, Taj Mahal, Galapagos (vor Jahren noch das Betreten von Touristen verboten), Myanmar, Mount Everest, Phang-Nga-Park in Thailand, Chinesische Mauer, Peking, Kuba, Santorin, Bhutan, Isle of Skye, Machu Picchu, Cinque Terre, Salzburg, u.v.a.m.

Ursachen: Verbilligung der Urlaubsreisen

1. AIRBNB (Airbed and Breakfast = Luftmatratze und Frühstück) Wohnungsvermietungsportal:

Heimische Wohnungen werden für touristische Nächtigungen zweckentfremdet. Die Folgen: Anstieg der Wohnungsmieten und Änderung des sozialen Gefüges (Verlust der Wohnungen für Privatmieter). Gravierendes Ausmaß ist in den Hot-Spot-Städten zu verzeichnen. Airbnb hat schon mit vielen Anzeigen und Problemen zu kämpfen.

2. Billigfluggesellschaften

Durch die günstigen Tarife spielt die Reiseentfernung als Kostenfaktor kaum noch eine Rolle. Mit zweistelligen Summen wird man nach der Türkei oder nach Ägypten geflogen,

gleichzeitig müssen die Fluggesellschaften mit Steuergelder gestützt werden.

3. Filmtourismus

Markante Gebäude, Dörfer, Städte oder Landschaften können plötzlich zu einem Touristen-Hot-Spot werden, wenn sie als Drehort für einen Film oder eine Fernsehserie genutzt werden. Dieses Phänomen wird schon von den Tourismusmanagements vielerorts genutzt, siehe auch das indische Bollywood-Vorhaben im Inneren Salzkammergut. Wir nennen das ein "Drüberfahren über die Bevölkerung!"

4. Kreuzfahrten mit riesigen Schiffen

Dieser Tourismuszweig wächst stark. Schiffsgrößen mit 2000 und mehr Passagieren sind schon weit verbreitet. Häufig liegen gleichzeitig mehrere Kreuzfahrtschiffe in einem Zielhafen und bieten den Gästen Landausflüge an (Venedig, Dubrovnik, etc.),; Orte und deren Bewohner sind stark überfordert!

Strategische Maßnahmen.

In betroffenen Destinationen ist eine längerfristige, strategische Planung und die Formulierung von geeigneten Zielen erforderlich, unter Beachtung der Nachhaltigkeit. Tourismusmanagement vor Ort ist traditionell auf verwaltende Aufgaben ausgerichtet gewesen; Incoming-Werbung hat den Tourismusstrom massiv anwachsen lassen. Grundlage für die Erstellung einer Planung ist eine ausführliche Analyse der Ist-Situation und die Festlegung von geeigneten Messgrößen zur Überwachung der Zielerreichung; Füllen der vorhandenen Hotels und Übernachtungsmöglichkeiten und Inanspruchnahme der örtlichen Freizeitangebote durch den Touristen. Weitere neue Hotelbauten in gefährdeten Gebieten sind von allen inkludierten Institutionen abzulehnen.
Eine intensive, systematische Öffentlichkeitsarbeit vor Ort ist zukünftig unerlässlich. Institutionen wie Gemeinde-Politik, Tourismusverbände, Kultur - und Heimatvereine sowie entstandene Bürgerlisten müssen zusammenarbeiten, um hier zu einer Lösung zu kommen. Ziele, Maßnahmen, Erfolge und auch Misserfolge des lokalen Tourismusmanagement müssen gegenüber den Einwohnern und Einheimischen transparent gemacht werden, damit alle genannten Institutionen in das Geschehen eingebunden sind. Incoming-Werbung in der jetzigen Form ist abzustellen. 

ÖW, BÖTM (DNA) und sonstige Einrichtungen mit ihren internationalen Vernetzungen sind unfähig - sie können oder wollen es nicht! Eine Besucherlenkung muss umgehend eingerichtet werden! Hier können die Touristiker und Politiker zeigen, was sie können! Auch die Einheimischen haben Rechte - die den meisten Privatbesitz haben